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im Norden von Teneriffa

Teneriffa ist die flächenmäßig größte der sieben kanarischen Inseln, die zusammen das Kanarische Archipel genannt werden. Teneriffa befindet sich zwischen Gran Canaria und La Gomera und ist insgesamt 2057 Quadratkilometern groß. Die Inselform ist vergleichbar mit derjenigen einer fliegenden Ente, dessen Schwanz das Teno-Gebirge und der Kopf das Anagagebirge im Nordosten bilden.In Teneriffa befindet sich außerdem der höchste Berg Spaniens, der Teide. Er ist das Symbol der Insel mit einer Höhe von 3718 m und ist vulkanischen Ursprungs.

Plinius, ein Naturkundler des ersten Jahrhunderts, erzählt in seinen Schriften, wie zwischen den "Islas Afortunadas" eine Insel hervorragt, auf deren Höhen ewiger Schnee liegt, und die die Seefahrer deshalb "Nivaria"- Insel des Schnees - nannten.

Legendäre Erzählungen haben uns die alte Vorstellung von der Insel überliefert, sie sei ein Überbleibsel des versunkenen, mythischen Erdteils Atlantis. Wissenschaftliche Theorien gehen jedoch davon aus, dass es sich bei der Insel um einen über die Meeresoberfläche aufgestiegenen Teil eines vulkanischen Ganzen handelt, der genau in dem Berührungsbereich der ozeanischen Scholle mit dem Kontinentalmassiv der afrikanischen Platte liegt, die während der Entstehung der Alpen vielfach gebrochen wird und in dessen Folge es zur Erhebung einer Reihe von Gebilden aus der ozeanischen Scholle und zur Ausbildung der heutigen Inselstruktur kommt.

Die Ausgangsbasis der Insel ist beinahe ausschließlich vulkanischer Art. Dieser Ursprung bestimmt in großem Maße die geologischen Eigenarten von Teneriffa, d.h. die Komposition der Gesteinsvorkommnisse und der Minerale, ebenso wie die geomorphologischen Unebenheiten, die wiederum immer wieder durch Auswaschung und andere Einflüsse eine ständige Nachbearbeitung erfahren.

Das Klima auf Teneriffa ist mild und weist kaum jahreszeitbedingte Schwankungen auf. Man hat es mit gemäßigt warmen Temperaturen zu tun und es kommt zu Schwankungen vor allem durch Höhenveränderung. Das Vorherrschen eines Hochdruckgebiets, in dessen Folge es nur selten- im Süden beinahe nie- zu Niederschlägen kommt, ist vielleicht die herausragendste klimatische Eigenschaft dieser Insel. Auf der anderen Seite sorgen die ständig wehenden Passatwinde für Luftfeuchtigkeit und tun das ihrige zur Aufrechterhaltung der gleichbleibenden Temperaturen.